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Die Via Publicae in Portugal

2015 © Copyright by Bea Müller / ARTE

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Film von Jeremy J.P. Fekete

Sie war die wichtigste Nord-Süd Verbindung Portugals. Die Via Publicae. Eine römische Staatsstrasse von Braga (Bracara Augusta) nach Lissabon (Olisipo).
Auf ihrem Wege brachten die Römer erste Industrien mit: Eisenverarbeitung, Steinbergwerke, Keramikherstellung sowie die Fischkonservierung mittels Salz. Der Handel blühte auf, Märkte entstanden, Städte entwickelten sich. Nach Ausbau des Straßen-Netzes wurde auch der Ausbau der Häfen in Angriff genommen. So wie in Porto, dem ehemaligen Portus Cale. An den Ufern des Rio Douro trifft Autor & Regisseur Jeremy J.P. Fekete den letzten Bootsmacher der sogenannten „Rabelos“ den traditionellen Portweinbooten. Jahrhunderte lang einziges Transportmittel für den begehrten Süßwein. Heute erinnern noch die Boote der Portweinkellereien am Quai von Vila Nova da Gaia an diese Zeit. Weiter südlich am Meer liegt Aveiro. Dort wird noch gefischt nach einer rund 3.000 Jahre alten Fischereitradition. Der Arte Xàvega. Einer Fischfangmethode mit Ochsenpespannen. Im Landesinnern, bei Conimbriga, dem größten römischen Ausgrabungsfeld Portugals, gewährt Archäologe und Schatzhüter Virgílio Hipólito Correia Einblicke in die Kunst der Mosaike. Der bereits seit der Vorgeschichte besiedelte Ort Conímbriga wurde im Jahr 139 vor Chr. von römischen Truppen besetzt, woraufhin die römische Provinz Lusitanien entstand. Während der Herrschaft Kaisers Augustus, erfuhr die Stadt eine Vergrößerung und bot seinen Siedlern die wichtigsten Grundstrukturen um ihr Alltagsleben zu bestreiten. Zur römischen Städteplanung zählten in der damaligen Zeit ein Forum, ein Amphitheater und Thermalbäder. Unweit davon liegt Coimbra – eine der ältesten Universitätsstädte Europas. Von 1139 bis 1260 war sie die Hauptstadt Portugals. Coimbra steht auf den Ruinen der römischen Stadt Aeminium. Wenn die „Queima das Fitas“ – das traditionelle Studentenfest – gefeiert wird, dann natürlich mit Fado. Denn Coimbra ist wie Lissabon ein Zentrum des portugiesischen Blues. Der Fado aus Coimbra jedoch beinhaltet einen leicht anderen Stil als der aus Lissabon: Hier dürfen nur Männer singen. Studenten singen Fado für Studenten. Wie die jungen Männer der Gruppe „in iIlo tempore“. Dass das Straßenpflaster Portugals weit mehr verdient, als nur mit Füßen getreten zu werden, beweisen die Pflasterer seit Jahrhunderten. Die Steinlegetechnik, ein Erbe der Römer, wurde in Lissabon um ca. 1500 erstmalig angewendet. Von Lissabon aus verbreitete sich das kunstvolle Handwerk der „Calceteiros“ über ganz Portugal. Bis nach Brasilien und sogar China. Die „calçada portuguesa“ – auch portugiesisches Mosaik genannt.

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