NYUGATI PÁLYAUDVAR – BUDAPEST

NYUGATI PÁLYAUDVAR – BUDAPEST

 

Er entstand als Budapest 1867 als neue Habsburgermetropole mehr Autonomie erlangte – der Westbahnhof Nyugati Pályaudvar. Budapest ist durchzogen von einem Gefühl der Jahrhundertwende, schließlich war dies die Zeit in der die Metropole architektonisch zu dem wurde was sie heute ist. Die Eisenbahnlinie und der Bahnhof gehörten damals einer französischen Bank und so wurde der Verkehrstempel in der Stadt als etwas Fremdes empfunden.

Schon Gustave Eiffel war begeistert von Budapest und hinterließ in der ungarischen Hauptstadt einige interessante Gebäude wie das Palmenhaus im Zoo und natürlich den Westbahnhof, welcher von seinem Mitarbeiter August de Serres 1877 fertig gestellt wurde. Der Westbahnhof wurde von Gustave Eifel geplant, lange bevor er mit seinem Turmbau in Paris zu weltweitem Ruhm Aufstieg. Zuvor stand hier im Jahr 1846 die erste ungarische Bahnstrecke nach Vác, 30 Km nördlich von Budapest. Hier fuhr der erste Dampfzug Ungarns ab. Als das repräsentative Gebäude gebaut werden sollte, wollte man während der Bauzeit nicht den Bahnbetrieb einstellen und kam auf eine ungewöhnliche Idee: der kleine Lokalbahnhof blieb in Betrieb und die Halle des neuen viel größeren Westbahnhofs wurde drum herum gebaut. Als die organisatorische Meisterleistung des Kopfbahnhofs fertig war, wurde der alte Bahnhof schnell abgerissen.

Die eisengerahmte Halle gilt als eines der besten Beispiele der für die späten 1800er Jahre typischen Schmiedearbeiten. Das Gebäude maß über 6.000 Quadratmeter und war 25 Meter hoch. Dies machte es zum fünftgrößten Bahnhof der Welt. Für viele Jahre war es auch Europas modernster Bahnhof. Mit seinen beiden massiven Flügelgebäuden und dem dazwischen eingehängten, schwebend wirkenden Gleisgebäude wurde es so zu einem Symbol für die am Horizont auftauchenden Goldenen Jahre bis zum Ersten Weltkrieg.