COSMIC BABY – A TRIBUTE TO BLADE RUNNER

 

Harald Blüchel (* 19. Februar 1963 in Nürnberg) ist ein Musikproduzent. Unter dem Künstlernamen Cosmic Baby spielte er seit Anfang der 1990er Jahre eine wichtige Rolle für die Techno-Bewegung in Deutschland.

Harald Blüchel erhielt als hochbegabtes Kind bereits im Alter von sieben Jahren am Nürnberger Konservatorium eine Ausbildung zum Klassik-Pianisten. Fasziniert von der Musik von Tangerine Dream und Kraftwerk, wie viele Talente der frühen Techno-Bewegung, widmete er sich schon bald der elektronischen Musik. Mitte der 1980er Jahre spielte er in der Band Chanson Deux, welche 1986 das Album Hinter den Dingen veröffentlichte. Außerdem erschien noch eine Kassette mit dem Titel Tagelang und nächtelang.[1] 1987 zog Blüchel nach Berlin und schrieb sich dort für die Art Academy ein. An der TU Berlinstudierte er Tontechnik und erlernte die technische Seite der Musikproduktion.
1989 veröffentlichte Blüchel seine erste Platte als Solokünstler: die (scheinbare) Compilation „E“ (bzw. „E − Three Projects of De Luxe 63“). Auf ihr befanden sich sechs Kompositionen von drei verschiedenen Interpreten (Cosmic Baby, B-Culture und Startrek), als Produzent war der Name „De Luxe 63“ angegeben. Alle vier Namen sind Pseudonyme von Harald Blüchel.[2] Zu Beginn des Jahres 1992 kam er bei Mark Reeders Label MFS unter Vertrag und veröffentlichte im September desselben Jahres sein erstes Cosmic Baby-Album Stellar Supreme, das seinen Ruf innerhalb der Techno– und Trance-Szene festigte und ihn bis über die Landesgrenzen hinaus bekannt machte. Parallel dazu rief er mit Paul van Dyk das Projekt „The Visions of Shiva“ ins Leben und veröffentlichte die Single Perfect Day, die rasch zum Clubhit wurde. Außerdem brachte er zusammen mit Mijk van Dijk auf MFS die allererste gemixte TranceCD heraus: Tranceformed from beyond.

1993 erschien in Zusammenarbeit mit Kid Paul unter dem Namen Energy 52 die Trance-Hymne Café del Mar, die zu einem der weltweit bekanntesten Lieder dieser musikalischen Richtung wurde. Außerdem wurde die zweite Visions of Shiva-Single veröffentlicht: How much can you take?, die an den Erfolg des Vorgängers anschließen konnte. Noch im selben Jahr wechselte Blüchel zu Logic Records und konzentrierte sich auf sein Solo-Projekt. Im Januar 1994 veröffentlichte er die Single Loops of Infinity, die es als eine der ersten Trance-Produktionen bis in die Deutschen Charts schaffte. Im April folgte sein zweites Album Thinking about myself. 1995 verließ er Logic Records und gründete sein eigenes Label Time out of Mind, auf dem er sich deutlich vom klassischen Trance-Sound entfernte und sich in den folgenden Jahren sehr experimentierfreudig zeigte. 1996 entstand ein Soundtrack zu Max Frischs Theaterstück Andorra für eine Aufführung im Staatstheater Stuttgart unter der Regie von Crescentia Dünsser & Otto Kukla. 1998 veröffentlichte Blüchel bei Intercord das Album Heaven und die beiden Singles Lucifer und Sketches in Spring.

2003 lernte Blüchel über einen Freund den Musikproduzenten Christopher von Deylen kennen, der als Schiller internationale Erfolge feiert. Gemeinsamkeiten wie die Liebe zur Musik von Erik Satie oder Philip Glass sorgten dafür, dass sie sich gut verstanden und auch im Studio schon nach kurzem produktiv zusammen agieren konnten. Daraus entstand das Projekt „Bluechel und von Deylen“. Im Januar 2004 erschien das erste gemeinsame Album Bi Polar. Aufgrund der guten Resonanz bei den Käufern erschien noch im selben Jahr das Folgealbum Mare Stellaris.

Dazwischen hat der Künstler im Dezember 2006 als Cosmic Baby das wesentlich eingängigere Electro Pop-Album Industrie & Melodie herausgebracht, eine Hommage an elektronische Pioniere der 70er und 80er, wie beispielsweise KraftwerkTangerine Dream oder Vangelis.

MUSIK VIDEO

Ein Techno-Remake von VANGELIS Filmmusik  „Blade Runner“. 1995 neu arrangiert von COSMIC BABY.

1995 | 4’07 min | 16mm / Beta SP | 16:9 / New York

 

Buch und Regie:

Produktion:

 

ERSTAUSSTRAHLUNG: April 1995, auf MTV und VIVA

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EAST-WEST RECORDS