2) BADEN-WÜRTTEMBERG / DEUTSCHLAND

 

ARTE

Piemont, das Land am Fuße der Berge, geprägt durch die Schlösser italienischer Könige. Nichts demonstriert glanzvoller die Macht der Savoyer Herrscher als die Waffenkammer im Palazzo Reale in Turin. Ein Restaurator kämpfte rund 35 Jahre lang gegen den Feind dieser Preziosen: Korrosion und Zerfall. In unmittelbarer Nähe ruht ein anderer Schatz: Im Turiner Dom. Hinter Panzerglas vor Tageslicht und Kamerablitzlichtgewitter behütet, befindet sich das „Turiner Grabtuch“ – die „Santa Sindone“ – einst im Besitz der Savoyer Regenten. Hier fiel es vor rund 15 Jahren den Flammen fast zum Opfer. Nur durch das beherzte Eingreifen der Feuerwehrmänner wurde die Reliquie gerettet. Geschichten zu „Schlösserwelten Europas“ finden sich auch in der italienischen Poebene. In der mare Padania, dem „Meer der Poebene“, gedeiht seit Königszeiten der Carnaroli – der „König des Reises“. Bis vor 20 Jahren gepflegt von einer Heerschar von Frauen. Sein Korn ist selbst in China begehrt. Auf den Spuren des Adels trifft Regisseur Jeremy JP Fekete in Alba auf Trüffelhunde mit Diplom, in Barolo auf die Wiege des „Königs der Weine“ – des Barolo – und im Jagdschloss Stupinigi auf einen Falkner, der sich mit Haut und Haaren den tierischen Räubern verschrieben hat. Doch erst an der Forte di Fenestrelle im Val Chisone zeigt sich der Jahrhunderte lange Kampf zwischen den Königshäusern Frankreichs und Italien. Die Festung ist, nach der chinesischen Mauer, das längste gemauerte Bauwerk der Welt. Ein Ort an dem auch die Alpini, die älteste aktive Gebirgsjägertruppe der Welt, ihre Spuren hinterlassen haben.